Festsitzende Geräte Multiband

73014046_kleinFestsitzende Geräte Multiband

Die Multiband-Bracket Apparatur ist fest mit den Zähnen verbunden. Die Brackets sind auf dünne Metallplättchen gelasert.
Brackets werden mit Kunststoff auf die Zahnoberflächen geklebt, auf die Molaren (große Backenzähne) werden meist Bänder zementiert. Ein Vorteil der festsitzenden Apparaturen ist, dass sie ununterbrochen mit leichtem Druck auf die zu bewegenden Zähne einwirken.
Was bewirken die Spangen? In jedem Bracket befindet sich ein kleiner Schlitz, in den ein Draht eingelegt wird. Dieser Draht verläuft um den gesamten Zahnbogen und wird hinter dem letzten Zahn umgebogen. Durch die Schlitze bekommt das Bracket die „Information“, wie der Zahn einmal stehen soll. Der Draht dient als Orientierungsebene. Er ist elastisch und versucht, Niveauunterschiede zwischen den Zähnen auszugleichen. Es wirkt also ständig eine kleine Kraft auf die Zähne. Dadurch werden die Zähne etwas angelockert und es kann auch manchmal vorübergehend weh tun. Das ist notwendig, um die Zähne bewegen zu können. Die Schmerzen lassen nach 3-5 Tagen wieder nach, bei erwachsenen Patienten kann dies 2-3 Tage länger dauern.

Viele Patienten meinen, daß die Spange Karies hervorrufen könnte. Die Bänder oder Brackets, die direkt an den Zähnen haften, bedecken und schützen jedoch die Zähne, solange sie fest auf den Zähnen sitzen.

Sowohl die Bänder als auch die geklebten Brackets machen das Zähneputzen allerdings wesentlich schwieriger. Die Brackets, Röhrchen und Drähte liegen wie ein kleines Schild außen um die Zähne. Dieses Schild macht es natürlich schwieriger für die Zahnbürste, alle Zwischenräume zwischen der Spange und dem Zahnfleisch zu reinigen.

Das Zähneputzen ist jetzt noch viel wichtiger, denn durch eine mangelhafte Mundhygiene kann es außer zu Karies auch zu Entzündungen des Zahnfleisches kommen, und dann müßten die Spangen vorzeitig entfernt werden, ohne daß das gewünschte Ergebnis erreicht werden konnte.

Als Alternative (Non-Kompliance-Gerät) zu den intermaxillären Gummizügen gibt es nun den Power Scope 2. Er dient der Vorverlagerung des Unterkiefers wie der Flex Developer und hat zudem folgende Vorteile:

  • die festsitzende Zahnspange ist leicht zu reinigen
  • die Multiband-Bracket Apparatur ist sehr ästhetisch

 

Power Scope 2 - festsitzende Zahnspange
Power Scope 2 – festsitzende Zahnspange
Power Scope 2 als Alternative zu Flex Developer
festsitzende Zahnspange Power Scope 2 an Patienten

Brackets bzw. Festsizende Zahnspangen gibt es in unterschiedlichen Farben / Materialien:

metallbracketMetallbrackets

Als Grundleistung, also die Leistung, die auch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, verwenden wir Metallbrackets aus nickelfreiem Stahl bzw. Edelstahl. Diese Brackets erlauben dreidimensionale Zahnbewegungen und eine exakte Positionierung der Zähne.

Bei nachfolgenden Brackets handelt es sich um Varianten, die das von den gesetzlichen Krankenkassen geforderte Maß an notwendiger, zweckmäßiger, ausreichender und wirtschaftlicher kieferorthopädischer Versorgung übersteigen und damit eine Mehrleistung darstellen.

speed_bracketSelbstligierende Brackets, z.B. “Speed-Brackets”

Das Aktivierungsschloss der Selbstligierenden Brackets beinhaltet eine aufwendige Feinmechanik, welche Zahnbewegungen unter Einsatz von erheblich niedrigeren Kräften ermöglicht als mit herkömmlichen Brackets. Die Behandlung kann dadurch erheblich verkürzt werden. Gerade für die Behandlung nach Zahnextraktion ist dieses Bracket gut geeignet.

lingualbracketLingualbrackets

Lingualbrackets sind ähnlich wie normale Brackets aufgebaut. Sie haben aber den großen Vorteil, dass sie von innen (lingual) auf die Zähne geklebt werden und deshalb für die Außenwelt völlig unsichtbar sind. Diese Brackets und dazugehörige Bögen werden individuell im Labor gefertigt und dann dem Patienten angepasst.

titanbracketTitanbrackets

Titanbrackets können bei Allergikern verwendet werden. Es muss allerdings abgeklärt werden, ob die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für diese Brackets übernimmt.
Von ihrer Funktion und ihren Eigenschaften sind sie den Metallbrackets ebenbürtig.

goldbracketGoldbrackets

Sind ähnlich den Metallbrackets, jedoch vergoldet. Es handelt sich hierbei um eine Wunschleistung. Sie können auch bei Allergikern verwendet werden.

keramikbracketKeramikbrackets

Dies ist die wohl ästhetischste Bracketvariante, da sie nahezu unsichtbar sind. Allerdings müssen durch den vermehrten Aufwand beim Kleben, Ligieren und Entfernen der Brackets außervertragliche Mehrleistungen vereinbart werden.

Bögen

bogenEs gibt verschiedenartige Stahl- sowie Nickel-Titanbögen. Letztere sind Drähte, die nach einer gewissen Verformung wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren.Dies wird genutzt,indem sie dabei die Zähne in die korrekte Position mitbewegen.

 

zahnfarbener bogenZahnfarbene Bögen sind äußerst ästhetisch, vor allem in Kombination mit Keramikbrackets, gehen aber über das notwendige, zweckmäßige, ausreichende und wirtschaftliche Maß der kieferorthopädischen Versorgung hinaus. Sie können jedoch diese Materialien im Rahmen von ausservertraglichen Leistungen wählen.

 

thermobogenEbenso verhält es sich mit den modernen thermo- bzw. superelastischen Bögen. Es handelt sich hierbei um ein Material, welches thermisch umprogrammiert werden kann. Die Drähte üben eine vorgegebene immer gleiche Kraft auf die Zähne aus und bewegen diese äußerst sachte. Durch Kälte (z.B. durch kalte Getränke, Eis etc.) kann die Kraftabgabe der Bögen vom Patienten selbst reduziert werden, wodurch die eventuell unangenehmen Empfindungen bei der Zahnbewegung reduziert werden können.